Fragen unserer Besucher zum Nord-Modul


Frage zur Verbindung der Module:

Da mein Modulprojekt so weit gediehen ist, dass ich ans Zuschneiden und Zusammenbauen gehen kann, beschäftigt mich noch eine wesentliche Frage: eure Stirnbretter weisen Bohrungen zur Verbindung der Module von 12 mm Durchmesser auf. Verwendet ihr wirklich 12 mm Schrauben? Das käme mir reichlich übertrieben vor. Wie verbindet ihr die Module? Verwendet ihr Passhülsen, durch die ihr dann die Schraubverbindung herstellt. Welche Art von Schrauben ( vermutlich mit Flügelmuttern ) verwendet ihr? Werden alle 5 Löcher (bzw. 6 beim 600 mm Modul ) für die Schraubverbindungen genützt?

 

Antwort:

12mm Schrauben sind weder nötig noch sinnvoll. Eine 12mm Schraube läßt keinen Spielraum zum Ausrichten der Module. Im Normalfall reicht eine 8mm Schraube. Aber bitte Unterlegscheiben verwenden, sonst ziehst Du die Schrauben in das weiche Holz.

Im Laufe der Jahre kann, insbesondere in einem Verein, eine beträchliche Anzahl an Modulen zusammenkommen. Nicht alle Module sind dabei gleich gut gebaut. Mal sind die Löcher nicht exakt an der gleichen Stelle, mal sind die Stirnbretter leicht rund gezogen beim Bau usw.. Was wir damit sagen wollen ist, dass man beim Aufbau der Anlage nie grundsätzlich sagen, dass EINE Flügelschraube pro Übergang reicht. Manchmal sind auch drei Maschinenschrauben erforderlich, die dann ordentlich angezogen werden müssen. Oftmals hat man nach dem Transport oder wenn die Anlage sich mal "an einen Raum gewöhnt hat", Probleme mit den Übergängen. Dann muss man gegebenenfalls nachjustieren. Wenn man von vornherein eine Schraube mehr nimmt, ist das Risiko natürlich geringer. Beim Aufbau einer größern Anlage ist man üblicherweise aber nicht besonderes scharf darauf, für jeden Übergang drei Schrauben zu verwenden.

 

Das Thema Passhülsen wird immer mal wieder diskutiert, da die Module, wie bereits oben erwähnt, nicht alle gleich gute Qualität aufweisen, dürfte die Verwendung von Passhülsen allenfalls bei größeren Anlagenteilen, die aus mehreren Modulen bestehen, wie zum Beispiel bei Bahnhöfen, funktionieren. 


Frage zum Holz:

Weil ich eine Modulanlage bauen möchte und mir euer Nord-Modul am besten gefällt, bitte ich um Antwort auf folgende Fragen: Material für die genormten Stirnbretter:Sperrhölzer in welcher Stärke und Holzart,oder MDF-Plattenmaterial? Material für den Kasten und die Trassenbretter (Stärke und Holzart)?

Antwort:

Die Wahl des Holzes ist sicherlich zum Teil auch Geschmackssache. Für die meisten Mitglieder der Arge ist Sperrholz mit 10 mm die erste Wahl.  Die Baumärkte bieten das Sperrholz aus Kiefer oder Pappel an. Kiefer ist etwas härter, somit stabiler, aber auch etwas teurer als Pappel. MDF wird eher nicht verwendet, allenfalls Siebdruckplatten. Diese sind aber deutlich schwerer und vergleichsweise teuer. Vorteile sind die Unempfindlichleit gegen Feuchtigkeit (immer ein Thema bei Ausstellungsanlagen) und die höhere Stabilität.

Eine höhere Stabilität ist problemlos zu erreichen, wenn man das Trassenbrett mit einer senkrechten Leiste (5-7 cm hoch) und zwei Spanten unterstützt. Das Ausbrechen des Stirnbrettes kann mit einem Boden vermieden werden.  


Frage zum Thema Gleisverlegung:

Hallo, ich hätte gerne von Ihnen erfahren wie Sie Ihre Gleise auf dem Kork bzw. ich verwende Styropur (Parkettverlegung)  befestigen. Da ich schon probeweise mit Nägel diese befestigt habe und mal ein Zug darüber gefahren habe, war ich etwas enttäuscht das es ganz schön laut war. Auf viele Messen und Ausstellungen war dieses nicht so, da war nur ein schöne rauschen der Züge zu hören. Ich vermute das durch die Nägel dieses passiert. Da ich überwiegend Flexgleise benutze habe ich nun probleme sonst diese zu befestigen.

Antwort:

Die überwiegende Mehrheit der Arge Nord-Modul Mitglieder verwendet 5 mm starke Korkplatten als Gleisbett. Kork hat ein gutes Dämmverhalten und ist stabil. Wir verkleben die Korkbettung ganzflächig mit einem Kontaktkleber. Bilder der Modulübergänge sind unter Tipps und Tricks  zu finden. Die Gleise werden dann ausgerichtet, provisorisch genagelt und anschließend mit Heißkleber (nicht zu dick, sonst sieht man die Klebestellen) befestigt. Die Nägel können dann wieder entfernt werden. Es lässt sich schon alleine aufgrund des Klangkörpers "Modul" nicht vermeiden, dass Fahrgeräusche zu hören sind. Ohne Nägel sollten die Geräusche jedoch deutlich geringer ausfallen. Abgesehen davon besteht auf Messen immer ein extrem hoher Geräuschpegel, der die Fahrgeräusche schluckt. Im ruhigen Keller sieht die Geräuschentwicklung auf dem gleichen Modul ganz anders aus.


Frage zur Anlagenplanung:

Hallo Liebe Kollegen, würde gerne wissen mit was für einem Programm ihr die Aufbaupläne für eure Ausstellungen zeichnet.

Antwort:

Wir verwenden für die Planung ein CAD Programm. Jedes einsatzbereite Modul eines jeden Arge Mitgliedes ist als Makro in einer Datenbank hinterlegt. Steht eine Ausstellung an, wird zunächst der Ausstellungsraum gezeichnet, anschließend werden die einzelnen Makros zu einer Modellbahnanlage zusammen gefügt. Das ganze Verfahren ist zwar sehr zeitaufwändig, aber auch sehr praktisch. 

Es gibt mehrere CAD Programme, die für diese Aufgabe geeignet sind. Letztendlich muss jeder für sich selber entscheiden, welches Programm er bevorzugt. Einen Namen werden wir zur Vermeidung von Schleichwerbung nicht nennen. Wir bitten um Verständnis. Die meisten Programme sind allerdings in der Lage die Daten in einem Format abzuspeichern, welches auch von anderen Programmen gelesen werden kann.


Frage zu den Zuglängen:

Welche maximale Zuglänge bzw.Länge der Blockstrecken verwenden Sie?

Antwort:

Grundsätzlich gilt: Es gibt bei den Zuglängen keine Grenzen. Was die Loks und die Kupplungen hergeben, ist theoretisch möglich. Soviel zur Theorie. In der Praxis wird man die Zuglängen an die Module bzw. die Betriebsstellen (Bahnhöfe etc.) anpassen. Ein zu langer Zug, der mit dem Schwanz Weichenstraßen blockiert macht keinen Sinn und keinen Spaß."Block" hört sich im ersten Moment nach automatischer Steuerung an? War das gemeint? Für die Blocklängen gibt es keine Regeln. Dazu kann man ebenfalls nur sagen, jeder Verein hat hier seine eigenen Vorstellungen und seine eigene Technik. Die Länge der Blockstrecken kann grundsätzlich variabel gestaltet werden. Je nach Aufbau der Anlage wird ein Block verlängert oder verkürzt. Einige Vereine fahren komplett ohne automatische Blöcke. Zwischen die Betriebsstellen werden einfache Trafostationen geschaltet. 

Grundsätzlich muss man bei der Planung von Streckenabschnitten die Leistungsstärke der elektrischen Ausrüstung berücksichtigen. (Leitungsquerschnitt der Kabel, Stärke der Trafos usw.). Bestenfalls bummeln die Züge über die Anlage wenn der Spannungsabfall bei einer zu langen Strecken zu groß wird. Schlimmstenfalls kann zu zu Bränden und Schmorrschäden kommen, wenn die Leitungsquerschnitte der Verkabelung bei zu langen Abschnitten zu klein sind.